Leon Gietler

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  • Klima in Kärnten

    Klima in Kärnten

    Kärnten befindet sich in der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas. Der mediterrane Klimaeinfluss wird meist überschätzt. Auch ist der Alpenhauptkamm zwar eine deutliche Wetterscheide, aber insbesondere im östlichen Teil der Ostalpen keine Klimascheide. Das Klima wird jedoch durch die Lage nach Süden, durch das Relief und andere lokale Gegebenheiten stark modifiziert, so dass das Klima sehr kleinräumig strukturiert ist.

    Ein wichtiges Phänomen des Klagenfurter Beckens und der angrenzenden Täler ist die winterliche Temperaturumkehr. Der Kaltluftsee und damit meist auch die Nebeldecke reicht dabei häufig in Höhen bis 1000 m. Die Temperatur in Höhenlagen zwischen 1000 und 1400 Metern sind daher oft um 15 °C höher als im Tal. Der Kärntner Kältesee ist der größte der Ostalpen. Er ist die Hauptursache für eine gegenüber anderen Regionen Österreichs relativ geringe Jahresmitteltemperatur und dafür, dass Kärnten anders als Teile Südtirols oder das Tessin keinen ganzjährigen Temperaturvorteil gegenüber den Regionen nördlich des Alpenhauptkamms aufweist.

    Der Eindruck eines mediterran beeinflussten Klimas kommt im Wesentlichen durch die warmen, sonnenreichen Sommermonate zustande, die für den Tourismus relevant sind. So wird an vielen Stationen im Klagenfurter Becken und den angrenzenden Haupttälern im Juli ein mittleres Tagesmaximum von über 25 °C erreicht, was im Vergleich zu anderen Regionen Österreichs überdurchschnittlich ist. Die jährliche Temperaturschwankung beträgt in Tallagen meist 20 bis 24 °C, während sie in Berglagen nur 14 bis 20 °C beträgt.

    Der Niederschlag folgt dem mitteleuropäischen Muster mit Niederschlagsminima im Winter (Februar) und Maxima im Sommer. In den südlichen Landesteilen (Gailtal, Gailtaler Alpen, Karawanken) kommt als südalpisches Element ein zweites Niederschlagsmaximum im Spätherbst (Oktober/November) infolge der Adria- beziehungsweise Genua-Tiefs. Der Niederschlag im Sommer erfolgt vielfach über Starkregen, besonders Gewitter. Generell sinken die Jahresniederschlagsmengen von West nach Ost. Die Gebirge im Nordwesten und im Süden erhalten besonders hohe Niederschläge (über 2000 mm pro Jahr), während die übrigen Landesteile sich im Regenschatten befinden. Trocken sind vor allem die Bereiche Krappfeld (750 mm), Görtschitztal und Unteres Lavanttal (800 mm), aber auch das nördliche Klagenfurter Becken, das Möll- und Liesertal.

    Die Zahl der Tage mit Schneebedeckung beträgt im Klagenfurter Becken und den großen Tälern 75 bis 100 Tage, im Unteren Lavanttal noch weniger. In weiten Teilen der Gebirge liegt sie jedoch über 150 Tagen. Umgekehrt verhält es sich mit der Dauer der Vegetationsperiode (Tage über +5 °C): Sie beträgt im Hochgebirge unter 90 Tage, in großen Teilen des Landes 180 bis 220 Tage, im Drautal, im Klagenfurter Becken und im Unteren Lavanttal 220 bis 230 Tage.

  • Seen in Kärnten

    Seen in Kärnten

    Ein Glück, dass Kärnten an der südlichen Seite des Alpenbogens liegt. Denn das kristallklare Wasser, das sich in Tälern und Senken zu Seen sammelt, bekommt im Sommer die volle Ladung an Sonnenstrahlen. Damit zählen die Kärntner Seen zu den wärmsten im gesamten Alpenraum. Und es sind viele! Manche größer, manche kleiner, eingebettet in verschiedene Landschaften und beschenkt mit charakteristischen Besonderheiten. Aber alle bieten sie im Sommer wohltemperiertes Wasser für aktive Stunden und sonnige Glücksmomente.

    Wörthersee

    Ein funkelnder See inmitten lieblicher, grüner Hügel. Wasser, das samtweich auf der Haut perlt. Und rundherum: das pure Leben. Das rege Nacht- und Societyleben an seinen Gestaden, die Restaurants und Bars, das Sehen und gesehen Werden ist nur eine seiner Facetten. Eine weitere ist: Unverfälschtes Naturerlebnis. Etwa am 55 Kilometer langen Wander- und Moutainbikeweg, der über Wiesen und Wälder rund um den See führt. Und letztlich ist der See auch ein Ort für Chiller.

    Klopeiner See

    Bis 28 Grad im Sommer. Das nennen wir eine relaxte Wassertemperatur. Und es braucht keinen Jahrhundertsommer, damit der Klopeiner See auf Betriebstemperatur kommt. Die ist normal für Juli und August, hier an den Südhängen der Alpen. Neben dem Warmwasserplanschen ist das der ideale Ort zum Sporteln.

    Millstätter See

    Zwischen den Nockbergen, Hohe Tauern und Wolfsbergrücken harrt dieser sanfte Riese seiner Bestimmung: Den Menschen an seinen Ufern Momente voller Lebensfreude und Leichtigkeit zu schenken. Obwohl der Millstätter See der wasserreichste See Kärntens ist, erreicht er im Sommer locker die 26-Grad-Marke. Gerade recht als Abkühlung während einer geführten Ruderboottour zu romantischen Buchten und idyllischen Plätzen. Bevor man sich dann im 1. Kärntner Badehaus direkt am Seeufer absoluter Tiefenentspannung hingibt.

    Faaker See

    Leuchtendes Türkis und sattes Grün unter strahlender Sonne: Es sind karibische Farben, die diesen See prägen. Und weil kein See Österreichs südlicher liegt, wird er auch „Südsee“ genannt. Schließlich hat er auch eine Insel die nur per Boot erreichbar ist. Und man man hat den schönsten Blick auf den See – bei einer Sonnenaufgangswanderung auf den Mittagskogel.

    Ossiacher See

    Dieser See kann sprichwörtlich Melodien wecken. Zum Beispiel, wenn die Klänge des Musikfestivals „Carinthischer Sommer“ aus dem Stift Ossiach übers Wasser getragen werden. Für Sportler hingegen gibt der Wind den Takt vor: Windsurfer und Segler freuen sich über die frische Brise, die verlässlich von der Gerlitzen herunterweht. Der größte See in der Region Villach ist aber auch bei Radfahrern beliebt. Am 27-Kilometer-Rundkurs gibt’s wundervolle Aussichten und jede Menge Radlerstopps für die ganze Familie.

    Weissensee

    Der ursprünglichste, weil naturbelassenste Kärntner See. Urlauber finden hier viel Ruhe und Natur, ein kaum verbautes Ufer, trotzdem aber erstklassige Infrastruktur. Einfach eintauchen! Ins bis 22 Grad Celsius warme Seewasser. Oder aber in Landschaft und Kulinarik der Region: Etwa auf dem Genussfloss, mit dem man über den See gleitet, während man heimische Köstlichkeiten wie Weißenseefisch verkostet.

  • Kärnten an der Südseite der Alpen

    Kärnten an der Südseite der Alpen

    In Kärnten, an der sonnigen Südseite der Alpen, lautet das Motto seit jeher lustvoll leben und gelassen genießen. Die Berg- und Seenwelt Kärntens begeistert Genussradler genauso wie Mountainbiker und Rennradfahrer. Entweder gemütlich rund um die Seen auf Themenradwegen oder entlang des beliebten 510 km lange Drauradweges, oder am grenzüberschreitenden Alpe-Adria-Radweg. Entdecken Sie Kärnten!

  • Kärnten immer eine Reise wert

    Kärnten immer eine Reise wert

    Kärnten ist das südlichste Bundesland von Österreich. Kärnten grenzt im Westen an Osttirol, im Nordwesten an Salzburg, im Nordosten an die Steiermark und im Süden an Slowenien sowie die italienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien. Die Gesamtlänge der Grenzen zu den Nachbarstaaten beträgt 280 km. Die Einschnürung des Landesgebietes ungefähr in der Mitte auf nur 44 km ergibt zusammen mit den unterschiedlichen Geländeformen die Unterteilung in Oberkärnten und Unterkärnten. Im Klagenfurter Becken, das von den Österreichischen Zentralalpen im Norden und den Karawanken im Süden begrenzt wird, liegt die Landeshauptstadt Klagenfurt. Westlich davon liegt der Wörthersee. Zusammen mit vielen anderen Seen ist er Zentrum des Sommertourismus.

    Der Name Kärnten geht möglicherweise auf die keltische Bezeichnung karanto für „Stein, Fels“ zurück. Zur selben Wurzel gehören auch Karnburg, Karawanken und ähnliche Namen. Es gibt auch im Venezianischen ein Wort caranto für dürren und harten Boden, im Friulanischen carantan mit ähnlicher Bedeutung. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Ableitung aus dem ebenfalls keltischen carant für „Freund“, von dem etwa die Personennamen Carantius und Carantia in der Römerzeit abgeleitet sind. Die wahrscheinlich früheste Erwähnung des Namens Kärnten erfolgte in der Kosmographie des anonymen Ravennaten, welche zwischen das 8. und 9. Jh. datiert wird. Dort wird der slawische Volksstamm der Carontani genannt (IV 37). Paulus Diaconus erwähnt dann in seiner Langobardengeschichte die „Sclavorum gens in Carnuntum, quod corrupte vocitant Carantanum“ (V 22: „der Stamm der Slawen in Carnuntum, das sie entstellend Carantanum nennen“) für das Jahr 663.

    Mit Karantanien hängt auch das alte slowenische Korotan zusammen, aus dem das heutige slowenische Koroska oder Korosko, letzteres vor allem in der Lokativverwendung na Koroskem „in Kärnten“ abgeleitet wurde. Im Mittelalter wurde der Name Kärnten verballhornend aus „caritate plena“ („voll der Liebe“) hergeleitet, um auf die weitherzige Nächstenliebe der Bewohner dieser Gegend hinzuweisen.

    Die Kärntner Flagge ist Gold-Rot-Weiß und damit als einzige Flagge eines österreichischen Bundeslandes dreifarbig. Die Landeshymne ist das Kärntner Heimatlied. Die ersten drei Strophen entstanden 1822 durch Johann Thaurer Ritter von Gallenstein und wurden 1835 durch Josef Ritter von Rainer-Harbach vertont. Sie beschreiben Kärntner Landschaften. Zur Landeshymne wurde sie 1911 erhoben. 1930 wurde die Hymne nach einem Preisausschreiben um eine vierte Strophe von Agnes Millonig erweitert, die sich auf den Kärntner Abwehrkampf bezieht.

    Das Land wird von mehreren Tälern durchzogen, von denen die größten neben dem Drautal das Möll-, das Gail-, das Rosen-, das Jaun- und das Lavanttal sind. Der bedeutendste Fluss Kärntens ist die Drau.

Leon Gietler

15.06.2026 3DK

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